1. Schreib für Suchmaschinen-Nutzer

Ich kann Sätze wie diese nicht mehr hören:

„Ich mache kein SEO, denn ich schreibe für Menschen und nicht für Google.“

„SEO ist Keyword-Stuffing, das kann ich meinen Lesern nicht antun.“

Sorry, aber das ist Bullshit.

Für Google und Menschen zu schreiben ist kein Widerspruch (wenn man es richtig macht).

Denn Googles Ziel ist es auch nicht, tausende SEO-Nischenseiten auf den ersten Plätzen zu haben, sondern vielmehr Nutzern die bestmöglichen Inhalte anzuzeigen und die bestmögliche Nutzererfahrung zu bieten.

Dasselbe Keyword in jedem zweiten Satz zu verwenden, gehört mit Sicherheit nicht dazu.

Kurzum:

Schreib nicht für Google. Schreib nicht für Nutzer. Bring beides zusammen und schreib für Suchmaschinen-Nutzer.

Womit wir auch schon beim nächsten Tipp wären, der selbst von vielen SEO-Experten nicht beachtet wird:

2. Erfülle die Suchintention

Warst du schon einmal auf dem ersten oder zweiten Platz bei Google? Und bist dann nach einigen Tagen oder Wochen wieder auf Platz 5-10 abgestiegen?

Dann hast du mit großer Wahrscheinlichkeit Suchmaschinen-Nutzern nicht das gegeben hast, wonach sie gesucht haben.

Du hast ihre Suchintention nicht erfüllt.

Google misst, wie viele Nutzer auf deinen Blogartikel klicken und dann wieder zu den Suchergebnissen zurückkehren (die sogenannte Back-to-SERP-Rate). Wird der Anteil zu hoch, wird dein Blogartikel heruntergestuft.

Frag dich also bei jedem Blogartikel, den du suchmaschinenoptimierst:

  1. Was sind die dringendsten Fragen von Nutzern, die ein bestimmtes Keyword bei Google eingeben?
  2. Welche Ziele und Wünsche haben sie?
  3. Für welche Probleme oder Sorgen suchen sie eine Lösung?
  4. Welche Teilaspekte des Problems oder Themas interessieren sie am meisten?

Das Tool Answer The Public kann dir ebenfalls dabei helfen, die Suchintention für ein Keyword herauszufinden.

Es zeigt dir grafisch aufbereitet alle Fragen an, die Nutzer zu einem bestimmten Keyword eingeben (wie z. B. trockenhefe):

Answer The Public: Suchintention durch Fragen herausfinden

Pro-Tipp: Schau dir an, welcher Artikel für ein Keyword auf dem ersten Platz ist und lass sich davon inspirieren. Denn das ist in der Regel der Artikel, der in Googles Augen die Suchintention am besten erfüllt.

3. Schreib den besten Artikel zu einem Thema

Hast du dich jemals gefragt, warum manche Artikel auf Platz 1 sind und manche nicht?

Der Grund dafür ist oft einfacher als du denkst:

Weil sie es verdient haben und sie wirklich gut sind.

Das trifft natürlich nicht immer zu, aber oft genug. Denn gute Artikel werden öfter geteilt, öfter verlinkt, haben eine geringe Back-to-SERP-Rate etc.

Deshalb ein simpler SEO-Tipp:

Schau dir die Artikel an, die auf auf den ersten fünf Plätzen sind. Und schreib einen, der noch besser ist. Der noch mehr ins Detail geht. Der Probleme schneller und einfacher löst. Der unterhaltsamer, berührender oder spannender ist.

4. Stell endlich auf HTTPS um!

HTTPS ist schon seit August 2014 ein Ranking-Faktor bei Google. Einer der wenigen, die so offen von Google kommuniziert und forciert werden.

Und er ist seitdem immer wichtiger geworden!

Laut der Ranking-Faktoren-Studie 2017 von Searchmetrics z. B. hat HTTPS mit 0.12 eine sehr hohe Korrelation (höher als viele andere ausgewertete Ranking-Faktoren).

Und es gibt noch einen triftigen Grund, um ein SSL-Zertifikat zu nutzen:

Nicht verschlüsselte Website von den meistgenutzten (Desktop-)Browsern Websites gebrandmarkt:

In Firefox z. B. werden Formulare oder Login-Seiten ohne HTTPS als nicht sicher angezeigt:

Logins mit HTTP werden in Firefox als nicht sicher angezeigt

Für Chrome ist HTTPS der neue Standard. Alle Websites werden ohne HTTPS als nicht sicher angezeigt:

Google Chrome brandmarkt Seiten ohne HTTPs als nicht sicher

Falls du noch nicht auf HTTPs umgestellt haben solltest, schau dir meinen umfassen Guide dazu an: Wie du WordPress in 7 einfachen Schritten auf HTTPS umstellen kannst

5. Nutz die Google Search Console

Sitemap in der Google Search Console übermitteln

Google selbst stellt mit der Search Console, ehemals Webmaster Tools, ein mächtiges Tool zur SEO-Analyse deines Blogs zur Verfügung.

Und das komplett kostenlos!

Mit dem Tool kannst du zum Beispiel:

  • eine Sitemap an Google schicken (was du, nebenbei bemerkt, unbedingt tun solltest!).
  • schauen, ob es Probleme bei der Indexierung deiner Website gibt
  • sehen, wer dich verlinkt hat
  • von welchen Keywords genau dein Besucher über Google kommen

Deshalb einer der wichtigsten SEO-Tipps an dich:

Nutz die Google Search Console!

Jetzt sofort.

6. Mach Keyword-Recherche (ernsthaft!)

Backlinks, großartiger Content und eine tolle Nutzererfahrung sorgen dafür, dass du in den Suchergebnissen auftauchst.

Mit Keyword-Recherche bestimmt du wofür.

Diese Macht solltest du dir zur Nutze machen.

Also, fang damit an, dich damit auseinanderzusetzen. Nimm dir die Zeit, Keyword-Recherche zu lernen und bei deinen Blogartikel anzuwenden.

Es lohnt sich. Glaub mir.

Ein toller Startpunkt dafür ist mein ausführlicher Guide zur Keyword-Recherche. Dort zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du gute Keywords findest und was ein gutes Keyword eigentlich ausmacht.

Aber Achtung!

Es bringt auch nichts, es mit den Keywords zu übertreiben:

7. Sch**ß auf Keyword-Dichte!

Es ergibt nach wie vor Sinn, bei der Optimierung deiner Blogartikel auf ein Haupt- oder Fokus-Keyword zu konzentrieren.

Das baust du an den wichtigsten Stellen ein, wie z. B. Beitragstitel (H1-Überschrift), Meta-Titel, Meta-Beschreibung, im Fließtext und Permalink.

Aber:

Zerstör nicht deinen Text oder die perfekte Überschrift, nur um irgendwo ein Keyword herein zu quetschen! Und bau dein Haupt-Keyword nicht in jeden zweiten Satz ein, nur um auf eine Keyword-Dichte von so und so viel Prozent zu kommen.

Was du stattdessen tun solltest:

Bau relevante Keywords ein. Benutz Synonyme. Oder reiß dein Haupt-Keyword auseinander und benutz dessen Einzelteile.

Google ist mittlerweile sehr gut darin, Texte bestimmten Keywords zuzuordnen. Auch, wenn diese nicht 100 Mal darin vorkommen.

8. Nutz ein gutes Keyword-Tool

Ein gutes Keyword-Tool zu nutzen ist unabdingbar bei der Suchmaschinenoptimierung.

Die Qualität des Tools ist ein maßgeblicher Faktor bei der Qualität deiner Keyword-Recherche. Dabei muss ein gutes Tool noch nicht einmal teuer sein.

Es gibt viele kostenlose Tools, mit denen du schon weit kommst:

  • KWFinder (das Keyword-Tool meiner Wahl, 2 Abfragen pro Tag kostenlos, bei Registrierung sogar bis 5)
  • Ubersuggest (kostenloses Keyword-Tool mit schöner Benutzeroberfläche und Konkurrenzanalyse)
  • Google Trends (um das Interesse an einem Keyword im zeitlichen Verlauf zu sehen)
  • AnswerThePublic (um Long-Tail-Keywords und Suchintention herauszufinden)
  • Google Search Console (um zu sehen, für welche Keywords du schon rankst und Chancen-Keywords zu finden)
  • Searchmetrics (für einen schnellen Überblick über die Sichtbarkeit, Pro-Versionen sind jedoch zu teuer für das, was sie bieten)

Noch weiter kommst du allerdings mit kostenpflichtigen SEO-Tools. Diese verfügen nicht nur über eine größere und genauere Datenbasis, sondern bieten noch mehr Funktionen.

So kannst du dir zum Beispiel anschauen, für welche Keywords andere Websites ranken. Und mit welchen Blogartikeln oder Seiten genau:

ahrefs Top Pages

Ich empfehle folgende Tools:

  • SEMRush (sehr gut für Konkurrenzanalyse und allgemeine Keyword-Recherche mit dem Keyword Magic Tool)
  • ahrefs (das Schweizer Taschenmesser für SEO mit riesiger Datenbasis)

Pro-Tipp: Schau dir am besten schwächere, gleich starke oder an sich leicht zu schlagende Websites an, wie z. B. gutefrage.net an. So findest du im Handumdrehen großartige Keywords.

9. Achte bei Keywords auf die Konkurrenz (nicht nur auf das Suchvolumen)

Du hast ein Keyword mit einem hohem monatlichen Suchvolumen gefunden?

Das ist gut. Bringt dir aber gar nichts, wenn du nicht mindestens dafür auf die ersten Seite (besser noch die ersten fünf Plätze) kommen kannst.

Denn dann bekommst so viele Besucher wie ein Bootsverleih im Winter.

Wenn der See zugefroren ist.

Es ist mindestens genau so wichtig, dir anzuschauen, wie stark die Konkurrenz ist.

Merke:

Es ist besser für ein Keyword mit niedrigem Suchvolumen auf den ersten Platz zu kommen, als für ein Keyword mit hohem Suchvolumen auf die zweite Seite.

Ein Beispiel aus der Praxis:

Sagen wir, du schaffst es, mit deinem Blogartikel über Trockenhefe für das Keyword trockenhefe (mit ca. 4.000 monatl. Suchanfragen)auf den Anfang der zweiten Seite zu kommen.

Dann bekommst du vielleicht 40 Besucher pro Monat über dieses Keyword. Wenn du Glück hast.

Besser ist es da auf ein einfacheres Keyword zu optimieren, wie z. B. trockenhefe statt frische hefe.

Das hat zwar nur ca. 880 monatl. Suchanfragen. Dafür kannst du aber deutlich einfacher auf den zweiten oder sogar ersten Platz kommen.

Und das bringt dir dann nicht 40, sondern 300-500 Besucher pro Monat.

10. Die Ampel bei Yoast SEO muss nicht immer grün sein!

Was für die Keyword-Dichte gilt, gilt auch für die Ampel bei Yoast SEO:

Es sollte nicht dein Ziel sein, alle Ampeln auf Grün zu haben.

Die Ampel ist zwar nützlich und hilft auch mir bei der Keyword-Optimierung. Aber die Empfehlungen sind zum Teil überholt, inakkurat oder ziehen die Lesbarkeit eines Artikels nicht in Betracht.:

  • Ich empfehle für einen Blogartikel eine Länge von mindestens 800 Wörtern (bitte strecke deine Blogartikel aber nicht durch sinnlose Inhalte, nur um auf mehr Wörter zu kommen!)
  • Yoast SEO bezieht nicht, zumindest nicht in der kostenlosen Version, die verschiedenen Schreibweisen eines Keywords (zum Beispiel mit oder ohne Bindestrich), das Keyword in gebeugter Form oder Synonyme mit in die Analyse ein.
  • Das Hauptkeyword muss nicht immer an allen Stellen stehen, die Yoast SEO empfiehlt. Es ist oft besser, das Keyword aus dem ersten Absatz, Zwischenüberschriften oder der Hauptüberschrift herauszulassen, wenn das für Leser merkwürdig aussieht. Nutz dort lieber Synonyme oder reiß das Keyword auseinander.
  • Das Keyword an den Anfang der Hauptüberschrift oder des Meta-Titels zu setzen ist durchaus sinnvoll. Praktisch zerstört es dir in vielen Fällen deine Überschrift.

Die Yoast-Analyse für diesen Artikel, der auf das Keyword seo tipps optimiert ist, hat aus Lesbarkeitsgründen auch nicht alle Ampeln auf Grün. Und er rankt schon seit Längerem in den Top 10.

Keyword-Analyse von Yoast SEO

11. Benutz Bindestriche!

Google ist mittlerweile für viele Unternehmen, Blogs oder Online-Magazine zu einer unverzichtbaren Besucherquelle geworden.

Und da jeder seine Artikel auf Keywords optimiert, hat auch die Benutzung des Deppenleerzeichens stark zugenommen.

Man sieht keine „SEO-Tipps“ und „SEO-Grundlagen“ mehr, sondern nur noch „SEO Tipps“ und „SEO Grundlagen“.

Bitte lass das sein!

Das sieht unprofessionell aus. Und es bietet es keine Vorteile für dein Google-Ranking.

12. Blogartikel regelmäßig aktualisieren

Das Internet ist schnelllebig. Das spiegelt sich auch in den Suchergebnissen bei Google wider:

Aktualität ist bei vielen Suchanfragen ein wichtiger Ranking-Faktor.

Was mir immer wieder auffällt:

Blogartikel, die länger nicht aktualisiert wurden, rutschen irgendwann ein paar Plätze ab. Selbst, wenn sie schon seit Monaten oder Jahren auf den ersten Plätzen rangieren.

Vor allem Blogartikel, die für Keywords mit starker Konkurrenz ranken, profitieren von regelmäßigen Updates.

Meine Tipps dazu:

  • Aktualisiere deine wichtigsten Blogartikel mindestens alle 3-6 Monate
  • Wie oft deine Blogartikel upgedatet werden sollten, findest du am besten durch Ausprobieren heraus (Aktualität ist nicht für alle Keywords wichtig)
  • Nimm das Datum aus deinen Permalinks raus, sonst ändert sich die URL jedes Mal, wenn du einen Blogartikel updatest!
  • Mach deinen Blogartikel mit jedem Update ein kleines bisschen besser!
  • Ändere von Zeit zu Zeit auch das Veröffentlichungsdatum in WordPress. Dies wird mitunter von Google aufgeschnappt und in den Suchergebnissen angezeigt.

13. Überprüfe regelmäßig deine Sichtbarkeit

Überprüfe regelmäßig, wie sich die Rankings für deine Ziel-Keywords und deine allgemeine Sichtbarkeit entwickeln.

Nur so kannst du feststellen, ob deine SEO-Maßnahmen auch Früchte tragen. Und mögliche Probleme schnell beheben.

Dazu kannst du prima die Google Search Console nutzen oder ein Keyword-Monitoring-Tool, wie den SERPWatcher aus der mangools Suite.

Für einen schnellen Überblick über deine allgemeine Sichtbarkeit, bietet sich auch der Sichbarkeitsindex der Searchmetrics Suite an.

Die Searchmetrics Suite ist eigentlich ein kostenpflichtiges Profi-Tool. In der Basis-Version lässt sie sich jedoch kostenlos nutzen.

Zwar sind die Funktionen zur SEO-Analyse dort teilweise eingeschränkt, sind aber dennoch sehr gut nutzbar. Vor allem, wenn du nur ein schnellen Überblick über die eigene oder eine fremde Website zu bekommen willst. So kannst du z. B. die Sichtbarkeit der letzten 3 Monate, die 5 Top-Rankings oder Social Signals einer Website checken:

Sichtbarkeit mit Searchmetrics Suite überprüfen

Wenn du dir einen kostenlosen Account erstellst, kannst du sogar die Sichtbarkeit der letzten 6 Monate und die 10 Top-Rankings anschauen. Zudem kannst du das Keyword-Recherche-Tool nutzen und dir das das exakte Suchvolumen für Keywords anzeigen lassen (was mit dem Google Keyword Planner nicht mehr geht).

14. Verbessere deine Ladezeit!

Die Ladezeit ist schon seit 2010 ein direkter Ranking-Faktor.

Seit Anfang Juli 2018 übrigens auch verstärkt für die mobile Suche, wodurch vor allem sehr langsam ladende Websites Nachteile haben.

Dazu kommt:

Sie ist auch ein indirekter Ranking-Faktor.

Sie wirkt sich negativ auf von Google gemessene Nutzersignale aus. Je langsamer deine Website lädt, desto mehr Leute springen zurück zu den Suchergebnissen und klicken auf ein anderes Ergebnis.

Also:

Mach kurzen Prozess mit allem, was deine Ladezeit herunterzieht! Dazu zählen z. B. zu viele oder zu große Bilder sowie unnötig geladene Javascript- oder CSS-Dateien. Zudem solltest du unbedingt ein Caching-Plugin, wie z. B. Cache Enabler, installieren.

Einen ausführlichen Guide, wie du die Ladezeit eines WordPress-Blogs verbessern kannst, findest du hier: Wie du WordPress in 13 einfachen Schritten schneller machen kannst

15. Nutz kurze Permalinks!

Ich sehe immer wieder URLs wie diese hier:

https://www.meinblog.com/2017/10/12/mein-super-toller-blog-post-mit-sehr-langer-ueberschrift-die-fast-die-laenge-des-fliesstextes-erreicht/

Oder diese hier:

https://www.meinblog.com/super-tolle-oberkategorie/noch-tollere-unterkategorie/mein-super-toller-blog-post-mit-sehr-langer-ueberschrift-die-fast-die-laenge-des-fliesstextes-erreicht/

Sorry, aber das ist nicht nutzerfreundlich!

Versuch stattdessen möglichst kurze Permalinks mit 2-5 Wörtern zu nutzen:

https://www.meinblog.com/dein-hauptkeyword/

Das hat folgende Vorteile:

  • Eine einfache Hierarchie zeigt Google, dass es sich um wichtigen Content auf deiner Website handelt
  • Deine URLs sind einfacher für Nutzer zu merken
  • Deine URLs sind einfacher für dich zu merken (ich kann dir aus dem Kopf sagen, welchen Permalink ich für jeden meiner Blogartikel benutzt habe!)

15.1 Brauchst du Datum und Kategorie in den Permalinks?

Ziehe es in Betracht, auf das Datum in den Permalinks zu verzichten.

Wenn du einen klassischen Tagebuch-Blog oder eine News-Seite betreibst, dann ergibt das Datum natürlich Sinn. Aber, wenn die meisten deiner Blogartikel keinen zeitlichen Bezug haben, solltest du das Datum herausnehmen.

Erstens verlängert das die URLs deiner Blogartikel unnötig, wodurch diese schlechter zu merken sind. Zweitens ändert sich jedes Mal die URL, wenn du einen Blogartikel auffrischt.

Und Drittens kann es vorkommen, dass weniger Leute in den Suchergebnissen darauf klicken, wenn sie ein länger zurück liegendes Datum in der URL sehen. Hier auch noch ein schöner Beitrag von Yoast dazu.

Auch solltest du damit vorsichtig sein, Kategorien mit in die Permalinks aufzunehmen. Mach das nur, wenn du dir im Vorfeld sehr gut überlegt hast, in welche Kategorien du deinen Blog aufteilen möchtest.

Denn jedes Mal, wenn du eine Kategorie ändert, ändert sich auch die URL aller Artikel in dieser Kategorie (wodurch wiederum unnötige Weiterleitungen entstehen).

Die zu bevorzugende Permalink-Einstellung in WordPress (zu finden unter Einstellungen > Permalinks) ist deshalb Beitragsname:

Beste Permalink-Einstellungen für SEO in WordPress

15.2 Wie stelle ich die Permalink-Struktur sicher um?

Bitte mach nicht den Fehler und stell die Permalink-Struktur einfach so um. Das kann deine Sichtbarkeit stark beeinträchtigen.

Es ist wichtig, alle Artikel vernünftig weiterzuleiten (per 301 Redirect) und alte Links zu ändern.

Ich empfehle folgende Vorgehensweise:

  1. Ein Backup erstellen (nur zur Sicherheit!)
  2. Neue Permalink-Struktur bei WordPress auf Beitragsname umstellen (/%postname%/)
  3. Mit dem Yoast Permalink Helper einen Redirect Code erstellen und ihn in deine .htaccess-Datei einfügen
  4. Die Sitemap per Google Search Console neu an Google übermitteln (eigentlich nicht unbedingt nötig, weil sich Google die Sitemap eh regelmäßig automatisch holt)
  5. Einmal den Broken Link Checker darüber laufen lassen und alle umgeleiteten internen Links (mit der alten Permalink-Struktur) ersetzen (nach Verwendung wieder das Plugin deaktivieren, da es nicht gerade ressourcenschonend arbeitet und deinen Blog verlangsamen kann).

Warnung: Facebook erkennt keine Weiterleitungen. Alle Facebook-Likes, die du für einen Blogartikel mit der alten Permalinkstruktur bekommen hast, werden nach der Umstellung nicht mehr angezeigt.

16. Benutz sinnvolle Dateinamen und alt-Tags für Bilder

Benutz unbedingt sinnvolle Dateinamen und Alternativtexte (alt-Tags) für deine Bilder.

Dazu gilt in WordPress sowohl für das Beitragsbild als auch alle in den Artikel eingebundene Bilder.

So kannst du erstens die Relevanz deines Blogartikel für bestimmte Keywords oder Themen erhöhen. Zweitens erhöhst du die Relevanz der Bilder selbst. Das ist wichtig ist, um Besucher über die Bilder-Suche bei Google zu bekommen.

Warum das ein Ranking-Faktor ist, hat unter anderem mit Barrierefreiheit zu tun:

Blinde Personen können deine Bilder nicht sehen und benutzen deshalb Screen-Reader, die alt-Tags  und ggf. auch den Dateinamen deiner Bilder auslesen.

Meine 4 SEO-Tipps für Bilder:

  • Verwende eine möglichst beschreibende Benennung für Bild-Dateien (ordnung-im-kuehlschrank.jpg statt 98shf979121k2.jpg) und alt-Tags
  • Vermeide Umlaute und Sonderzeichen im Dateinamen
  • Versuch das Haupt-Keyword und relevante Keywords in Dateinamen, alt-Tags und ggf. auch title-Tags einzubinden
  • Komprimier deine Bilder und verwende sie in der richtigen Skalierung (um die Dateigröße zu reduzieren)

17. Mobile First!

Die Anteil der mobilen Nutzer ist weltweit schon seit längerem größer als der Anteil an Nutzern mit Desktop-PC.

Dies deckt sich auch mit meinen eigenen Erfahrungen.

Auf den meisten meiner Blogs habe ich über 60% mobile Nutzer, bei manchen sogar über 70%:

Klicks filtern nach Geräten in der Google Search Console

Blogmojo stellt allerdings eine Ausnahme dar. Die meisten meiner Besucher sind Blogger oder Solopreneure. Und die arbeiten größtenteils an einem Desktop-PC.

Das heißt:

Es kann sich lohnen bei Google Analytics oder in der Google Search Console zu schauen, welche Geräte deine Leser hauptsächlich verwenden. Und dein Design entsprechend anzupassen.

Für Google gilt allerdings seit November 2016 das Motto „Mobile first!“.

Im Zuge dessen wurde der Google-Algorithmus Schritt für Schritt daraufhin umgestellt, sich primär die mobile Version einer Website anstatt der Desktop-Version anzuschauen.

18. Verlinke deine besten Artikel intern mit Keywords

Interne Verlinkung ist wichtig für dein Google-Ranking.

Sehr wichtig sogar.

Durch die interne Verlinkung mit Keywords werden Blogartikel für diese Keywords relevanter. Denn, wenn ein Blogartikel an vielen Stellen auf deiner Website verlinkt ist, sagst du Google damit: „Hey, dieser Blogartikel ist wichtig!“

Die Artikel, für die du bei Google auf jeden Fall ranken möchtest, solltest du also immer intern sehr gut verlinken.

Dabei empfehle ich deine Blogartikel nicht nur innerhalb anderer Blogartikel zu verlinken, sondern auch seitenweit.

Du kannst zum Beispiel eine Liste mit deinen besten Artikeln in der Sidebar, im Footer oder im Menü platzieren.

Auch die Anzeige ähnlicher Beiträge unter jedem Blogartikel, z. B. mit mit einem Plugin wie Contextual Related Posts ist sinnvoll. Ich nutze es auch hier auf dem Blog:

Contextual Related Posts für interne Verlinkung

19. Optimier nur Inhalte, bei denen es sich lohnt!

Ich sehe immer wieder Blogger und Website-Betreiber, die an falscher Stelle optimieren.

Und dadurch ihre Zeit vergeuden.

Es ist sinnlos, jeden einzelnen Blogartikel auf ein bestimmtes Keyword zu optimieren.

Denn für viele Artikeltypen ergibt eine Keyword-Optimierung schlichtweg keinen Sinn. Das gilt z. B. für Wochenrückblicke, Tagebucheinträge oder Best-of-Posts.

Warum?

Weil niemand bei Google danach sucht.

Ein weiterer häufiger Fehler:

Sehr kurze Blogartikel oder Taxonomien (Kategorien, Tags, Produktarchive etc.) auf Keywords zu optimieren.

Das ist ebenfalls pure Zeitverschwendung. Denn für die meisten Suchanfragen bieten diese einfach nicht genügend (einzigartigen) Content für eine gute Platzierung oder erfüllen nicht die Suchintention.

20. Link-Earning statt Link-Building

Link-Building ist tot. Lange lebe Link-Earning!

Um es auf Deutsch zu sagen:

Hör auf, dir Links erschleichen zu wollen und fang lieber damit an, dir Links zu verdienen.

Das ist die einzige Methode, mit der du langfristig bei Google ranken wirst.

Vermeide folgende Strategien:

  • Links aus spamlastigen Blog-, RSS- und Website-Verzeichnissen
  • Links aus selbst erstellten Web-2.0-Seiten (Blogger, Tumblr etc.)
  • Links von Social-Bookmarking-Seiten
  • Massenhaft erstellte Links aus Foren, Foren-Profilen oder Frageseiten
  • Links von Expired Domains
  • Gekaufte Links (vor allem, wenn du nicht weiß, was du tust!)
  • Links aus Blognetzwerken (vor allem, wenn du nicht weiß, was du tust!)
  • Blog-Kommentare, die nur für einen Link gesetzt werden (z. B. mit Keyword im Namen)
  • Links aus massenhaft verbreiteten Pressemitteilungen
  • Links von Artikelverzeichnissen
  • Links aus Gastartikeln mit miesem SEO-Content

Mach besser Folgendes und die Verlinkungen kommen von selbst:

  1. Produzier wirklich großartigen Content, der Menschen weiterhilft.
  2. Bau dir eine Community auf, z. B. in Form einer Facebook-Gruppe oder E-Mail-Liste.
  3. Positionier dich als Experte.
  4. Bau Beziehungen zu Influencern in deiner Nische auf, die dir dabei helfen, deinen Content zu verbreiten.

21. Beseitige kaputte Links und 404-Fehler

Deine Website oder dein Blog ist Work in Progress.

Du löschst Beiträge oder Seiten. Du änderst Kategorien und Tags. Du änderst die Permalink-Struktur. Du aktivierst oder deaktivierst Plugins und Themes.

Das kann dazu führen, dass bestimmte Seiten nicht mehr funktionieren und Besuchern eine Fehlerseite angezeigt wird (z. B. 404-Fehler, wenn die Seite nicht gefunden wird).

Das gilt genauso für Links zu externen Websites. Inhalte werden gelöscht, es gibt technische Probleme oder Website werden komplett aufgegeben.

Und Booooom.

Besucher laufen ins Leere.

Das wiederum sorgt für eine schlechte Nutzererfahrung und führt ggf. auch zu einem schlechteren Google-Ranking.

Also schau dir deine Links regelmäßig an und entferne alle kaputten Links!

Alle deine internen und externen Links manuell zu überprüfen, ist allerdings unnötig viel Aufwand. Deswegen empfehle ich die Benutzung eines browserbasierten Broken Link Checkers (einfach mal bei Google suchen, es gibt viele kostenlose Tools) oder des WordPress-Plugins Broken Link Checker, das ich alle paar Monate mal über meine Blogs rüberlaufen lasse.

22. Benutz Aufzählungen und Tabellen

Google liebt Aufzählungen und Tabellen.

Warum?

Weil sie für Nutzer hilfreich sind. Sie stellen komplexe Sachverhalten oder umfangreiche Daten übersichtlich und einfacher verdaulich dar.

Google belohnt das nicht nur mit einem besseren Ranking. Aufzählungen, ob nummeriert oder unnummeriert, erhöhen auch die Chancen in ein Featured Snippet zu kommen.

23. Schreib klickstarke Meta-Titel

Nicht nur das Ranking auf einer Suchergebnis-Seite ist entscheidend dafür, ob jemand darauf klickt oder nicht.

Du kannst die Klickrate durch den Meta-Titel stark beeinflussen.

Sagen wir, du möchtest einen Artikel darüber schreiben, wie man sein Google-Ranking verbessern kann (mit dem Haupt-Keyword google ranking verbessern).

Nur die Überschrift Google-Ranking verbessern klingt öde, oder?

Dann peppen wir dir Überschrift doch mal auf:

1. Nutz Zahlen

Beispiel: 5 Schritte, um das Google-Ranking zu verbessern

2. Duze den Leser

Beispiel: 5 Schritte, um dein Google-Ranking zu verbessern

3. Nutz Power-Wörter

Emotional geladene Wörter, wie z. B. einfach, schnell, kostenlos, sofort, leicht, garantiert, bewährt, sicher, großartig, beeindruckend etc.

Beispiel: unverzichtbare Schritte, um dein Google-Ranking zu verbessern

24. Nutz Rich Snippets

Du kannst die Klickrate in den Google-Suchergebnissen auch dadurch enorm erhöhen, dass du Rich Snippets verwendest.

Dabei handelt es sich um ein Suchergebnis, das mit weiteren Daten „angereichert“ ist.

Bei dem Artikel, den du gerade liest, werden z. B. Sterne-Bewertungen angezeigt:

Rich Snippet mit Nutzerbewertungen

Aber es geht noch bunter und auffälliger!

Bei unserem Rezept zu Egg Waffles werden neben den Sterne-Bewertungen noch ein Bild und die Zubereitungszeit angezeigt:

Rich Snippet eines Rezepts mit Nutzerbewertungen, Bild und Zubereitungszeit

Ziemlich cool, oder?

Dabei ist es denkbar einfach, solche Rich Snippets zu bekommen!

Die Bedingung für die Anzeige ist immer die Einbindung von strukturierten Daten, was sich erst einmal kompliziert und technisch anhört.

Du musst diese aber nicht manuell einbinden, sondern kannst dafür einfach ein oder mehrere Plugins nutzen:

Für Rezepte nutzen wir WP Recipe Maker. Zur Einbindung einfacher Sternebewertungen eignet sich das Plugin Yet Another Stars Rating sehr gut. Eine gute Allzweck-Lösung für so ziemlich alle strukturierte Daten, die in Google angezeigt werden können, bietet das Plugin Schema Pro.

Ob deine strukturierte Daten richtig von Google erkannt werden, kannst du anschließend mit dem Testtool für strukturierte Daten überprüfen.

25. Vermeide Thin Content

Thin Content sind alle Seiten mit wenig Inhalt, die niemandem weiterhelfen.

Und dafür hat Google immer weniger Toleranz.

Dabei ist es egal, ob du diese Seiten erstellt hast, um bewusst Google zu täuschen oder ob sie durch einen technischen Fehler oder falsche Einstellungen deines SEO-Plugins entstanden sind.

In diesem Jahr sind zum Beispiel einige Websites in der Google-Suche abgestürzt, weil es in der Version 7.0 von Yoast SEO ein Bug gab.

Dieser Bug führte dazu, dass Anhang-URLs nicht auf die Anhangs-Datei weitergeleitet wurden (die Einstellung im Bild wurde auf Nein gesetzt, obwohl Nutzer Ja ausgewählt hatten):

Medien & Anhang URLs bei Yoast SEO

Dadurch wiederum landeten hunderte oder sogar tausende unnütze URLs im Google-Index, was Google als Spam wertete.

3 Tipps, um Thin Content zu vermeiden:

  1. Kategorien, Schlagwörter und andere Taxonomien auf noindex zu stellen (vor allem, wenn du sehr viele hast)
  2. Anhangs-URLs in Yoast SEO immer auf die Anhang-URLs weiterleiten
  3. Blogartikel mit 300 Wörtern oder weniger zu löschen, zusammenzufassen oder auszubauen (vor allem, wenn du viele davon hast)

26. Bau eine Marke auf!

Google hat sich auf dem Markt durch ein Alleinstellungsmerkmal durchsetzen können:

Die Miteinbeziehung von Backlinks in der Google-Suche, die zu deutlich besseren Ergebnisse geführt hat als bei anderen Suchmaschinen.

Mittlerweile zieht Google bezieht weitere Faktoren mit ein, um die Reputation einer Website oder einzelnen Webseite zu bestimmen und um vertrauenswürdige Marken von unbekannten Nicht-Marken unterscheiden zu können:

1. Branded Searches

Bei Branded Searches handelt es sich um Keywords, die deine Marke enthalten. Bei mir z. B.:

blogmojo
blogmojo seo
blogmojo dsgvo
blogmojo blog erstellen

Die Logik dahinter ist einfach:

Je öfter jemand deinen Markennamen bei Google eingibt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass deine Inhalte hochwertig und hilfreich sind. An den zusätzlich eingegeben Begriffen kann Google zudem ablesen, für welche Themenbereiche und Keywords deine Website relevant ist.

2. Brand Mentions

Bei Brand Mentions handelt es sich um nicht verlinkte Nennungen deiner Marke, also z. B. die Erwähnung von Blogmojo oder mir, Finn Hillebrandt, in einem Blogartikel.

Dass diese ein Ranking-Faktor sind, hat Google-Mitarbeiter Gary Illyes auf der Brighton SEO im Herbst 2017 bestätigt:

Basically, if you publish high quality content that is highly cited on the internet – and I’m not talking about just links, but also mentions on social networks and people talking about your branding, crap like that.

Infografik 10 Dos and Don’t bei SEO

Viele wichtige SEO-Tipps aus diesem Artikel habe ich dir noch einmal als Infografik aufbereitet. Pinnen und Teilen erwünscht!

SEO-Tipps: Infografik zu 10 Dos and Don'ts bei der Suchmaschinenoptimierung
Quelle: Blogmojo